JUGENDAUFRUF

– Zeugen Christi

Biographie →
Dina Belanger, eine noch wenig bekannte, große Mystikerin des 20. Jh., bietet dem Lieben Gott ihr sehr junges Leben durch eine Hingabe dar, mit der sie sich Seiner barmherzigen Güte anvertraut, eine Hingabe, die ihr auserlesene Gnaden bringen wird. Als Frau voll Verlangen und eine große Liebende weiß sie in der Dreieinigkeit die Stärke zu finden, Jesus in all ihren kleinen Handlungen des täglichen Lebens wirken zu lassen, trotz Trockenheit des Herzens. 1922 entsagt sie einer großartigen Karriere als Pianistin, um bei den Schwestern von Jesus und Maria einzutreten. Sehr schnell bittet die Oberin der Sr. Marie Cécile von Rom (der Schwesternname von Dina), die Geschichte ihres Lebens schriftlich festzuhalten. Sie beginnt mit 26 Jahren damit, sieben Hefte zu verfassen, denen sie den Titel Loblied der Danksagung oder Liebeslied gibt. Bei ihrem Tod wird sie gestehen, daß es dieser Akt war, der sie in ihrem Leben das meiste gekostet habe. Während ihres Noviziats erfährt sie die mystische Vereinigung mit der Dreifaltigkeit, in der sie in das Innerste jeder der drei Personen aufgenommen wurde und sie erhält den Ihnen gemeinsamen Auftrag, sich hinzugeben, zu verströmen und im Innersten der Dreifaltigkeit selbst zu strahlen. „Meine Verantwortung ist übergroß. Ihr Gewicht erdrückt mich nicht, denn ich bin nichts und mein Glaube ist der Glaube Jesu, meine Hoffnung die Hoffnung Jesu, meine Liebe die Liebe Jesu.“ Dina weiß nun, daß das Heil von Millionen Seelen in ihren Händen ist und daß die kleinste ihrer Bewegungen von beträchtlicher Wichtigkeit für die Ehre Gottes ist. „Ich habe dich in den Mittelpunkt Gottes eingeführt, mein kleines Selbst, zur größten Ehre Gottes und für das Heil der Seelen.“ Ihre Mission zeichnet sich im Laufe der Jahre ab und sie versteht, daß sie durch das Eintauchen in den Schoß der Dreifaltigkeit zur Bettlerin um Liebe für die ganze Menschheit werden soll. Konkret soll sie auf die Sehnsucht Gottes Antwort geben, der Sich an die Seelen verschenken will, von denen Er aber so wenige findet, die auf Seine Liebe antworten. Sie wird Ihn also zu trösten versuchen, Ihn nicht nur auf der Erde umfangend, sondern auch im Himmel: „Bitte, und es wird euch gegeben, also dann! Im Himmel werde ich eine kleine Bettlerin der Liebe sein: das ist meine Mission! und ich beginne sie sogleich.“ Bis zum Ende ihres Lebens opfert sie ihre Leiden und ihre Freuden dafür, daß die Menschen auf den Wunsch Jesu Antwort geben. Damit Er in ihrer Seele Freude und Ruhe finden möge, ist Dina in ihren Gebeten „wie eine Leinwand“, gänzlich unbeweglich, auf die der Herr Seine göttlichen Züge malt. Sie wird also zu einer Sühneseele, die die Welt mit Jesus zusammen trägt, dem Vater Dank sagt und dem Heiligen Geist Freude macht. 1929 vermehren sich ihre körperlichen und geistigen Leiden immer mehr, sie hat keine Kraft mehr, den Bleistift zu halten, um zu aufzuzeichnen, was in ihrer Seele vorgeht. Sie gibt am 4. September ihres 33. Jahres ihren Geist auf, nicht ohne vorher für all ihre Schwestern, die sie in ihren letzten Zügen umgaben, Gnaden zu erbitten.
Wichtige Termine →

30. April 1897 : Geburt in Quebec

25. März 1908 : Gründonnerstag: Dina hört die Stimme des Herrn zum ersten Mal in ihrem Innern. Sie ist elf Jahre alt.

11. August 1921 : Eintritt in das Noviziat der Schwestern von Jesus und Maria in Sillery (Quebec)

25. Januar 1925 : Sie wird in den Schoß der Heiligsten Dreifaltigkeit getaucht, wodurch ihr Leben komplett verändert wird.

22. Januar 1927 : Sie erhält die unsichtbaren Stigmata.

4. September 1929 : Ihr Ableben nach nur einem Jahr der Ewigen Gelübde.

20. März 1993 : Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II

ZITATE →

Fünf schockierende Zitate über das Herzstück seiner Berufung

„Die vollkommene Freude hier unten besteht in der Liebe zu Jesus und darin, Ihn machen zu lassen.“

„Meine einzige Beschäftigung ist es, Ihn anzuschauen und Ihm zu sagen: Jesus, ich liebe Dich, ich liebe Dich, ich liebe Dich!“

„Wenn Du die Freude wüßtest, die du mir bereitest, wenn Du mich machen lässt!“ Jesus zu Dina

„Wie könnte ich in der Gegenwart meines Gottes nicht glücklich sein!“

„Die Dreieinigkeit der Liebe sucht Seelen, um sich ihnen hinzugeben.“

GEMEINDE →

Die Gemeinschaft der Schwestern von Jesus und Maria:

Vorhanden in 28 Ländern, wurde diese Gemeinschaft 1818 von der Hl. Claudine Thévenet in Lyon gegründet mit dem Ziel, den Waisen, Opfer der Revolution, zu Hilfe zu kommen. Der erste Wunsch der Gründerin war, Jesus und Maria durch das Mittel der christlichen Erziehung bekannt und geliebt zu machen. Die Töchter dieser Gemeinschaft leben unter dem Motto: „Gelobt sei in Ewigkeit, Jesus und Maria!“

Biographie →
Conceptión Cabrera, genannt Conchita, wurde in einer wohlhabenden und gläubigen Familie geboren und sehr schnell von der Liebe Jesu angezogen. Mit 21 Jahren heiratete sie Francesco Armida, genannt Pancho. Es war eine Liebesheirat und Conchita erzählte darüber : «Ich habe mir nie Sorgen gemacht, daß die Verlobung mir ein Hindernis für die Zugehörigkeit zu Gott sein könnte. Es schien mir so leicht, die beiden Dinge zu vereinen ! Wenn ich alleine ins Bett ging, dachte ich erst an Pancho und dann an die Eucharistie… Mein Vater fragte mich, ob ich heiraten wolle ? Ich antwortete ihm : ja, weil ich Pancho liebte. Obwohl er nicht reich war, zog ich ihn allen anderen vor. Er war so gut ! Ich wiederhole, daß meine sehr zärtliche Liebe zu ihm mich niemals abgehalten hat, Gott zu lieben. Ich liebte ihn mit einer großen Einfachheit, ganz eingehüllt in meine Liebe zu Jesus. Ich sah für mich keinen anderen Weg zu Gott. » Neun Kinder entstanden aus dieser Vereinigung und wurden die Freude ihrer Eltern.

Conchita beeindruckt ihre Umgebung durch ihre Sanftheit, ihre Fröhlichkeit und die Liebe, die sie ihrer Familie entgegenbrachte. Mit ihrer Sorge um ihren Mann und ihre Kinder vereinte sie ein tiefes innerliches Leben, das durch eine immer größere Verbundheit mit Jesus gekennzeichnet war, so innig, daß sie in ihrem Geistigen Tagebuch (die Cuenta de concienca) erklärt : « Für mich bedeutet zu leben : Christus » und « Ich muss in mir den gekreuzigten Christus hervorbringen ». Aber nicht ohne Kämpfe geschieht es, daß die junge Frau sich der Liebe des gekreuzigten Jesus ausliefert : « Ich hatte Durst nach dem Göttlichen, einen brennenden Durst nach Jesus, aber ich fühlte mich erschlagen und wie verloren auf einem Weg verdunkelten Glaubens und ohne Hoffnung… Und die Welt strengte sich an, um mich einzunehmen und die Geschöpfe zogen mich an. » Zu den inneren Leiden kamen schwere Prüfungen hinzu : ihr Mann Pancho starb nach 17 Jahren einer glücklichen Verbindung, auch erfuhr Conchita den Schmerz, eines ihrer Kinder zu verlieren.

Aber immer strahlte sie von Güte und sie ließ sich durch Christus umwandeln, der ihr das Geheimnis der unendlichen Liebe Gottes in ihrer dreifaltigen Einheit enthüllte. Sie verstand, daß diese Liebe sich im Kreuzesopfer erfüllt und sie fühlte ihre Berufung, sich mit Christus, dem Hohenpriester, als Hostie darzubringen, zur Ehre Gottes und für das Heil der Menschen. Aus dieser Teilnahme an der priesterlichen Hingabe Christi kommt ihre Inspiration, die « Werke des Kreuzes » zu gründen, um es allen Gläubigen in allen Lebensständen zu ermöglichen, diese geistige Liebe zum Kreuz zu leben. Conchita lebte das allgemeine Priestertum der Gläubigen in seiner ganzen Fülle, das jeden Christen zu Christus gehörig macht. Gleichzeitig fühlte sie sich berufen, besonders für die Priester zu beten und eine Mutter für sie zu sein.

Conchita erreichte den Höhepunkt dieses Lebens der Vereinigung mit Gott, als sie die Gnade der mystischen Inkarnation erlebte, das heißt die Identifizierung mit der priesterlichen Seele Christi. Jesus sagte zu ihr : « Du hast mich gebeten, die Menschen zu retten. Ich bin aufs Neue gekommen, in den Herz, um sie zu retten… Du wirst eine Vielzahl von Herzen entflammen mit dem Feuer des Heiligen Geistes und du wirst sie verwunden mit dem heiligen Holz des Kreuzes. »

So hat Conchita in einem ganz einfachen Leben, ganz hingegeben dem Heiligen Geist und allen, die ihr begegneten, die Liebe Gottes als Laie und Familienmutter bezeugt. «Sagen wir Dank für dieses mutige Besipiel ! » (Papst Franziskus)

WICHTIGE TERMINE →
8. Dezember 1862: Geburt von Concepción Cabrera (Spitzname Conchita).

8. November 1884: Hochzeit Conchitas mit Francisco Armida (mit Spitznamen Pancho).

14. Januar 1894: Conchita erhält die Inspiration die « Werke des Kreuzes » zu gründen.

17. September 1901: Panchos Tod.

25. März 1906: Conchita empfängt die Gnade der mystischen Inkarnation.

3. März 1937: Conchitas Tod.

29. September 1959: Öffnung des Seligsprechungsprozesses.

20. Dezember 1999: Johannes-Paul II erklärt sie zur Ehrwürdigen Dienerin Gottes.

4. Mai 2019: Messe der Seligsprechung Conchitas.

ZITATE →
Fünf kurze Zitate aus dem Herzen ihrer Berufung

„Jesus, solange ich Dich liebe, werde ich glücklich sein, wo immer Du willst ! »

„Jesus, ich will Mutter sein. Gib mir Priester, ich will sie empfangen, auf daß sie Dich mit Ehre überhäufen. »

„Ich fühle, wie sich die Liebe zu meinem Mann, meinen Kindern und meiner Familie, zu allen irdischen Gütern, in einer einzigen Liebe vereint… in Gott. »

„Mein Gott, wenn ich Deinem Wesen etwas nehmen könnte, würde ich Dich der Liebe berauben, um Dich zu lieben ! »

„Gott !… Gott !… Gott !… In diesen Worten entdecke ich Abgründe der Liebe, reinsten und glühendsten Nächstenliebe. Ich erfahre und spüre in meiner Seele sehr stark, daß das Kreuz von der Liebe ausgeht! »

GEMEINDE →
Conchita inspirierte die Gründung von fünf Gemeinden:

Das Apostolat des Kreuzes (1895) ist eine Gruppe von Laien, die ihre Leiden und ihre Arbeit mit dem Leiden und Wirken Christi vereinen möchten, um Sein Erlösungswerk in der Welt fortzusetzen.

Die Kongregation der Schwestern vom Kreuz des Heiligsten Herzens Jesu (1897) ist eine Gemeinschaft von kontemplativen Schwestern, die ihr Leben hingeben für die Kirche, besonders für die Priester.

Der Liebesbund mit dem Herzen Jesu (1909) wurde gegründet von Personen, die in ihrem jeweiligen Lebensstand in der Spiritualität des Kreuzes die Vollkommenheit suchen wollen.

The Fraternity of Christ the Priest (1912) ist eine Gruppe von Priestern, die in der Spiritualität des Kreuzes leben wollen.

Die Kongregation der Missionare vom Heiligen Geist (1914) ist eine Gemeinschaft von Priestern, die sich dem priesterlichen Wirken widmen, besonders der geistlichen Begleitung von Seelen.

Biographie →
Raymond Kolbe wurde am 7. Januar 1894 in Polen geboren. Er ist ein von Natur aus lebhaftes Kind, unternehmungslustig und eigenwillig, eine häufige Geduldsprobe für seine Mutter. Eines Tages fragt sie ihn besorgt, was später aus ihm werden solle. Das Kind stellt diese Frage weiter an die Gottesmutter, die ihm in der Kirche erscheint und ihm zwei Kronen hinhält : eine weiße für die Reinheit und eine rote für das Martyrium. Er wählt beide und sein Leben ist seitdem von Grund auf verändert. Er ist zehn Jahre alt.

Er wird im Kleinen Seminar der Konventfranziskaner unterrichtet. Er ist ein herrausragender und intelligenter Schüler, der sich in Mathematik und den Naturwissenschaften hervortut . Er träumt davon, Soldat zu werden, weiß aber nicht genau, wie er diesen Kampfeswunsch mit seiner geistlichen Berufung vereinen soll. Er beschließt, sich dem Pater Provinzial anzuvertrauen und ihm seine Absicht mitzuteilen, das Seminar zu verlassen. Aber genau in dem Moment, wo er sich zu ihm begeben wollte, ruft ihn seine Mutter, um ihm eine große Neuigkeit mitzuteilen : da alle drei Buben das geistliche Leben gewählt hatten, hatten seine Eltern entschieden, ebenfalls in den geistlichen Stand zu treten. Raymond erkennt darin den Willen Gottes und läuft zum Pater Provinzial, um den Habit zu erbitten. Er nimmt den Namen Maximilian an. Er setzt sein Studium in Rom fort, legt dort 1914 seine Ewigen Gelübde ab und wird dort 1918 zum Priester geweiht. In dieser Zeit legt er das Gelübde ab, « Ritter der Immaculata » zu werden, nur mit Wundertätigen Medaillen bewaffnet. In diesem Geist gründet er 1917 die Militia Immaculatae, eine Kampftruppe mit dem Ziel, « durch Maria alle Seelen zu bekehren und zu heiligen », deren Mitglieder sich vier Mittel bedienen : Beispiel, Gebet, Leiden und Arbeit. Er selbst leidet an Tuberkulose, aber läßt sich von der Krankheit nicht einschüchtern. « Übergebe dich jeden Tag mehr in die Hände Jesu und der Unbefleckten Empfängnis : mit Ihr vermagst du alles. »

1919 kehrt er nach Polen zurück und gründet den Kreis Mariens, der Immaculata in Krakau. Er veröffentlicht eine monatliche Zeitschrift : « Der Ritter der Immaculata », für die er sich nicht scheut, moderne Techniken in Anspruch zu nehmen, um die Ehre Unserer Lieben Frau zu mehren und geht in diesem Ziel sogar soweit, eine eigene Druckerei zu aufzumachen. Wegen dieses Apostolats leidet er unter dem Unverständnis seiner Mitbrüder, die sich über ihn lustig machen. Aber 1927 gründet er Niepokalanov, die « Stadt der Immaculata », wo er bald 700 Mitbrüder beheimatet, die mit modernen Maschinen arbeiten, aber in absoluter Armut leben. Sie beobachten ein strenges Schweigen : « Wie wollt ihr die Stimme Gottes hören, wenn ihr so viel Lärm macht ? Er spricht zu euch, aber in der Stille» sagte er. Drei Jahre später wird er eine ähnliche Stadt in Japan gründen.

Zurück in Polen, wird er am 17. Februar 1941 von der Gestapo festgenommen und im Lager von Auschwitz eingesperrt. Er wird schlecht behandelt, leidet Hunger und Kälte aber bewahrt immer den Frieden und Freude. « Beten wir, daß wir voll Liebe alle Kreuze annehmen und alle unsere Nächsten lieben… » sagte er. Das Leiden ist für ihn die Gelegenheit, Seelen für die Immaculata zu gewinnen und an diesem Ort des Todes und des Hasses straht er von Glauben, Hoffnung und Liebe. « Der Hass ist keine schaffende Kraft. Allein die Liebe ist eine Schöpferkraft. » Liebe ohne Maß drängt ihn, sein Leben für einen Familienvater zu opfern, der zum Tod im Hungerbunker verurteilt war, an diesem Ort betet er, singt und ermutigt die anderen Verurteilten. Dort stirbt er am 14. August 1941, am Vorabend der Aufnahme Mariens in den Himmel. Er wird als Heiliger und Märtyrer der Nächstenliebe am 10. Oktober 1984 heiliggesprochen.

WICHTIGE TERMINE →
7. januar 1894 : Geburt von Raymond Kolbe, gegen 1904 Erscheinung der Allerseligsten Jungfrau ; Berufung zur Keuschheit und zum Martyrium (Geschichte der zwei Kronen)

1. November1914 : Ewige Gelübde bei den Konvent-Franziskanern

28. April 1918 : Priesterweihe in Rom

17. Oktober 1917 : Gründung der Militia Immaculatae

20. November 1927 : Gründung von Niepokalanow

14. August 1941 : Tod im Hungerbunker in Auschwitz

ZITATE →
Cinq citations-choc sur ce qui a été le cœur de sa vocation

« Ad maximam Dei gloriam ! Zur größten Ehre Gottes !… Wir setzen die großen Einheiten der Artillerie in Bewegung : die Stoßgebete zur Allerseligsten Jungfrau werden den Feind zerstreuen… » (der Ritter der Immaculata will die ganze Welt bekehren !)

« Ich verlange von euch, daß ihr Heilige seid und zwar sehr große Heilige ! … es ist eine ganz einfache Rechnung, hier ist meine Formel : v = V. Gleiche deinen Willen dem Willen Gottes an, der will, daß du heilig seist. »

« Übergebe dich jeden Tag mehr in die Hände Jesu und der Unbefleckten : mit Ihr kannst du alles… Es gibt keinen Heldenakt, den wir nicht mit der Hilfe der Unbefleckten vollbringen könnten. » (in Krankheit, in Gründungen ohne finanzielle Mittel, in Verfolgung und Gefangenschaft)

« Meine kleinen Kinder, liebt die Unbefleckte, Sie wird euch glücklich machen. Vertraut Ihr, liefert euch Ihr völlig aus… Man muss diese Gnade auf den Knien erbitten… Sie ist wahrhaftige Mutter Gottes. Nur der Heilige Geist kann Seine Braut bekannt machen, wem und wie Er will… » (geistliches Testament des P. Maximilian)

« Beten wir, daß wir voll Liebe alle Kreuze annehmen, alle unsere Nächsten lieben… » (der Märtyrer der Nächstenliebe ruft im Konzentrationslager, der ein Ort des Hasses ist, die Liebe zu unseren Feinden in Erinnerung)

GEMEINDE →
Seine Berufung als Ordenspriester der Franziskaner

Der Hl. Maximilian Kolbe ist ein Ordensmann und Priester. Als Priester macht er sein Leben Christus, dem Hohenpriester ähnlich. Als Ordensmann folgt er den evangelischen Räten : Der Gehorsam dient ihm als Leuchtturm und Kompass, durch den sich für ihn der Wille Gottes und der Immaculata zeigt. Seine Armut lässt sich wie folgt zusammenfassen: Nichts für uns, alles zur Ehre Gottes und der Unbefleckten. In der Nachfolge des Hl. Franziskus lebt er eine absolute Armut. In der Keuschheit bringt seine Seele die Liebe der Kirche als Braut zu Christus als Bräutigam zum Ausdruck. Die völlige Hingabe seiner selbst entfaltet sich in geistiger Fruchtbarkeit in seinem Apostolat und in der Vaterschaft für seine Brüder.

Biographie →
« Gott hat mich gesandt, damit ich das Evangelium verkünde und die Wunden der verletzten Herzen heile » (Zitat auf seinem Primizbild)

Jerzy erblickte am 14. September 1947 das Licht der Welt, im christlichen Heim von Marianna und Wladislaw Popieluszko, Bauern von Okopy. Er war ein zurückhaltender und nachdenklicher Bub und nahm den Glauben, der ihm von seiner Familie und in der Schule vermittelt wurde, tief in sich auf. Am Tag seines Abiturs gab er seine Absicht bekannt, ins Priesterseminar einzutreten, und wählte das Seminar in Warschau, nicht weit vom Franziskanerkloster Niepokalanow entfernt, das von Pater Maximilian Kolbe gegründet worden war, den er zutiefst bewunderte und dessen Motto er treu befolgte: „Um freie Menschen zu bleiben, müssen wir in der Wahrheit leben“. Er bereitete sich auf das Priesteramt in Polen vor, das unter dem Joch einer kommunistischen Macht stand, die sich vehement gegen den katholischen Glauben wandte. Als er zum Militärdienst eingezogen wurde, ertrug er unbeeindruckt harte und ungerechte Strafen von Seiten derer, die ihn dazu bringen wollten, seinen Glauben mit Füßen zu treten. Am 28. Mai 1972 wurde er zum Priester geweiht und widmete sich großzügig seinem Dienst, bis zur Erschöpfung seiner Kräfte. Schon bald musste er das Leid einer sehr geschwächten Gesundheit ertragen. Als Seelsorger für die Krankenschwestern in Warschau und später als Leiter der Gruppe der Medizinstudenten vermittelte er ihnen mit Nachdruck die Liebe zum Leben von seiner Empfängnis an und arbeitete daran, alle Mitglieder der Ärzteschaft zu einer großen Familie im Dienste der Leidenden zu vereinen, indem er sie ermahnte, ihren Beruf als „eine Berufung zu leben, die dem Priestertum am nächsten kommt, durch die Barmherzigkeit gegenüber (… ) den Kranken, den Leidenden (…), die der tapferste Teil der Kirche sind (…), die dem Kreuz Christi am nächsten stehen“. Sein Leben nahm an einem Sonntag im August 1980 während des großen Streiks eine neue Wendung, als die Arbeiter des Stahlwerks Huta Warszawa eine Delegation zur Erzdiözese schickten, die um um einen Priester bat, der ihnen die Messe las. In einem Bericht über sein pastorales Wirken wird er erklären: „Ich kam im August 1980 auf persönliche Bitte des Kardinalprimaten in das Umfeld der Arbeiter. Ich diente den Arbeitern als Priester an frohen Tagen und blieb in Zeiten der Prüfung. Ich arbeitete in diesem Milieu, opferte meine persönliche Zeit und meine Ruhe, ohne die Seelsorge im medizinischen Umfeld zu vernachlässigen. Wie wurde meine Arbeit inmitten der Arbeiterschaft empfunden? Das wissen nur der allmächtige Gott und diese Männer, die ich Gott näher gebracht habe, in denen ich die Hoffnung gestärkt und den Hass beseitigt habe“. Ab Februar 1982 übertrug ihm sein Pfarrer, Pater Teofil Bogucki, von dem er sich wie ein geistlicher Sohn formen ließ, die Feier der Messen für das Vaterland. Pater Jerzy weckte die Liebe zur Freiheit und Wahrheit in den Herzen der Polen, die der Gewalt einer unterdrückenden Macht ausgesetzt waren. Er befreite sie von Angst und Hass. Er spendete den Erschöpften Trost und verausgabte sich selbstlos, trotz seiner Müdigkeit, um selbst für die Bedürfnisse der Familien in Not zu sorgen, wofür er ein weites Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung aufbaute.
Die Menschen drängten sich um ihn, denn sie wurden durch seine aufmerksame und herzliche Güte neu belebt. Die Kraft seines Zeugnisses war so stark, dass er die Männer an der Spitze der Macht beunruhigte. Der 37-jährige Priester, der monatelang verfolgt, schikaniert, verleumdet, verhaftet, verhört, bedroht und beschattet wurde, wurde schließlich am Abend des 19. Oktober 1984 auf dem Rückweg von einer pastoralen Tätigkeit entführt. Er wurde zu Tode geprügelt und getötet. Sein Leichnam wurde am 27. Oktober 1984 gefunden und wurde sofort zum Gegenstand einer anhaltenden Verehrung des polnischen Volkes, das sich um seinen Märtyrer versammelt hatte.

WICHTIGE TERMINE →
14. september 1947 : Geburt von Alfons Popieluszko. Zwei Tage später wird er getauft.

24. Juni 1965 : Nach dem Abitur tritt er ins Seminar Hl. Johannes der Täufer in Warschau ein und bekommt den Namen Jerzy.

28. Mai 1972 : Priesterweihe in der Diözese Warschau durch die Hände des Kardinals Wyszinski, Vorsitzender der Bischöfe Polens.

20. Mai 1980 : Aus gesundheitlichen Gründen wird er ins Priesterhaus der Pfarrei St. Stanislaus Kotska versetzt und wird ab Ende 1978 für die Seelsorge im medizinischen Umfeld zuständig.

August 1980 : Beginn seines Engagements in der Arbeiterklasse.

19. Oktober 1984 : Entführung und Ermordung. Sein Leichnam wird am 27. Oktober gefunden.

ZITATE →

5 kurze Zitate, die den Kern seiner Berufung beschreiben

« Ich bin geweiht und werde mich nicht zurückziehen.» (zu seinen Mitbrüdern, drei Monate vor seinem Martyrium).

« Das Böse durch das Gute besiegen» (Zitat aus Röm 12, 21, das sein Wirken und Lehren inspirierte).

« Sind wir uns dieser großen Auszeichung bewußt, die die Kindschaft Gottes bedeutet ? » (Predigt im Januar 1984)

« Die Wahrheit ist immer an die Liebe gebunden und die Liebe verlangt viel, die wahre Liebe fordert Opfer und so viel muss auch die Wahrheit kosten. Wahrheit, die nichts kostet, ist eine Lüge. » (Homélie de mai 1984)

« Wir wollen in der Todesangst Deines Sohnes an Seiner Seite bleiben, um Sein Antlitz zu betrachten, wir wollen unser Kreuz auf uns nehmen, das Kreuz der täglichen Arbeit, unserer Mühen und unserer Probleme, und Christus auf Seinem Weg auf den Kalvarienberg nachfolgen. » (Betrachtung über die schmerzhaften Geheimnisse am Abend seiner Entführung und seines Todes)

GEMEINDE →
Ein Priester der Diözese

Die Diözesanpriester sind geweihte Amtsträger, die das Evangelium Gottes verkünden, „in der Person Christi das eucharistische Opfer vollziehen und es Gott im Namen des ganzen Volkes darbringen „1, Sünden vergeben und das Offizium in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche beten. Sie bilden und leiten das Volk Gottes, damit jeder Christ seine Berufung zur Heiligkeit entfalten kann. Sie sind die Mitarbeiter des Bischofs, in sakramentaler Gemeinschaft, die eine Teilhabe an dem einen Priestertum Christi ist.

Biographie →
Als Vorbild des christlichen Humanisten, der sich der Stadt verschrieben hat, um sie zu heiligen, vernachlässigt er keine Dimension seiner Berufung, da er ein ebenso guter Ehemann wie ein guter Vater, ein großer Gelehrter und Diener des Staates ist; Sein ganzes Leben ist unter dem Blick Gottes vereint.
Thomas More wurde 1478 in London in eine wohlhabende bürgerliche Familie hineingeboren. Da er bestrebt war, Gottes Willen für ihn zu erfüllen, suchte er seine Berufung, indem er sich dem Klosterleben zuwandte, bevor ihm klar wurde, dass Gott ihn zur Ehe berufen hatte. Dann machte er sein Familienleben zu einem Ort heroischer Heiligkeit, geprägt von viel Liebe und Einfachheit. Von Natur aus friedvoll, umgänglich, fröhlich, wird er von seiner Familie geliebt. Als gut ausgebildeter Geist, der sich aller Forschungen seiner Zeit bewusst ist, verkörpert er den vollendeten Typus des christlichen Humanisten; Er verband die Liebe zur Literatur mit Freundschaft und teilte seine Leidenschaft mit Erasmus. Im Jahr 1516 schrieb er „Utopia“, einen berühmten philosophischen Aufsatz, in dem er eine ideale Gesellschaft beschrieb, in der die gute Ausübung der Vernunft und brüderliche Nächstenliebe herrschten. Im Kontext des Protests gegen die Kirche schlug er einen Weg der Reform vor, nicht nicht äußerlich, sondern innerlich, weil Er versteht, dass die Kirche die Heiligkeit ihres Lebens braucht, um sich zu erheben, und nicht Kritik.
Als Heinrich VIII. ihn in sein Vermögen einbezog, begann für Thomas ein glänzender politischer Aufstieg. Für ihn ist es jedoch weniger eine persönliche Ehre als vielmehr ein Dienst, der dem Staat im Namen Gottes geleistet wird. Er stand damals an der Spitze der Politik und bemerkte, dass sich das Klima in England in den Jahren 1520–1530 veränderte. Tatsächlich wurde Heinrich VIII. dem Protestantismus angeschlossen, indem er mit dem Papst brach, um sich scheiden zu lassen. Thomas More leistet dann stillen Widerstand, bleibt aber im Dienste des Königs und demonstriert damit eine außergewöhnliche innere Freiheit. Erst 1532 verließ er die Kanzlei, als man ihn zur Einhaltung der Scheidung zwingen wollte. Es erscheint daher als Tatverdächtiger. Als er aufgefordert wird, einen Eid auf die „Akte der Vorherrschaft“ zu leisten und den König als Oberhaupt der Kirche von England anzuerkennen, zuckt er aus Liebe zur Kirche und zum Primat des Apostolischen Stuhls mit den Schultern, was ihm seinen Abwurf einbrachte 1534 wurde er im Tower of London inhaftiert. Vierzehn Monate lang führte er dort ein asketisches Leben und nutzte diesen erzwungenen Ruhestand, um sich in seiner Passion stärker mit Christus zu vereinen. Am 1. Juli wurde er schließlich wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Schließlich begab er sich am 6. Juli 1535 mit der Ernsthaftigkeit, die der Tod erfordert, aber auch mit dem Humor, den Gelassenheit zulässt, auf das Schafott. Er sagte sogar zu seinem Henker, während er seinen Bart richtig ordnete: „Mein Bart ist an keinem Verbrechen schuldig und verdient die Axt nicht.“ Bis zum Schluss behielt er das Lächeln und die heldenhafte gute Laune, die ihn sein Leben lang so ausgezeichnet hatten, ein Zeugnis einer ebenso tiefen wie glücklichen Heiligkeit.
WICHTIGE TERMINE →
1478 : Thomas More wurde in eine wohlhabende Londoner Familie hineingeboren.

1505 : Er heiratet zuerst Jane Colt und dann, nachdem er Witwer geworden ist, Alice Middleton zum zweiten Mal.

1524 : er beginnt, sich im Kampf gegen das Luthertum zu engagieren.

1529 : Er wird zum Kanzler von König Heinrich VIII. von England ernannt.

1534 : Er wird im Gefängnis des Tempels eingesperrt, weil er sich geweigert hat, den König als oberstes Oberhaupt der Kirche von England anzuerkennen.

6. Juli 1535 : Er starb als Märtyrer aus Liebe zur Kirche und zum Papst.

ZITATE →
Fünf schockierende Zitate über den Kern seiner Berufung

„Während er im Gefängnis war, baten ihn seine Tochter und seine Frau, sich zu unterwerfen und nach Hause zu gehen: ‚Ist dieses Haus (sein Kerker) nicht so nah am Himmel?‘ »


„Vor seinen Anklägern, die sich ihm mit dem Zahlenargument widersetzen, erwidert er mit Anmut und Freundlichkeit: „Mein Herr, für einen Bischof Ihrer Meinung habe ich hundert Heilige von mir, und für Ihr Parlament habe ich alle gehabt.“ die Generalräte für tausend Jahre.“

„Die Kirche ist eine und unteilbar und Sie haben keine Autorität, ein Gesetz zu erlassen, das die Einheit der Christen bricht.“ »

„Ich hoffe von der Güte und Barmherzigkeit Gottes, dass wir trotz unserer Meinungsverschiedenheiten in dieser Welt in der nächsten Welt in vollkommener Nächstenliebe vereint sein werden.“ »

Er erklärt, als „guter Diener des Königs und zuerst Gottes“ zu sterben.

GEMEINDE →
Die Taufberufung von Thomas Morus entfaltete sich in der Ehe und antwortete damit auf den Ruf Christi: in der innigen Gemeinschaft des Paares „nicht zwei, sondern ein Fleisch“ zu formen (Mt 19,6). Die Ehe ist ein großes Geheimnis (Eph 5,32), weil sie das Zeichen der Vereinigung von Christus und der Kirche und letztendlich von Gott mit allen ist. Die Fruchtbarkeit der Ehe durch die Selbsthingabe ohne Gegenleistung ist somit das Bild der Fruchtbarkeit Gottes selbst. Ebenso ist die Unauflöslichkeit des Sakraments ein Ausdruck der ewigen Treue Gottes in seinem Bund mit der Kirche und jedem von uns.
Biographie →
Thérèse Martin wurde in eine zutiefst katholische Familie hineingeboren. Sie wird schreiben, dass der liebe Gott ihre Eltern „würdiger für den Himmel als für die Erde“ gemacht hat. Sie ist das letzte der Geschwister: Ihre Eltern hatten neun Kinder, von denen vier sehr jung starben. Ihre vier Schwestern werden Nonnen, darunter drei Karmelitinnen mit ihr. Der Tod ihrer Mutter im Alter von vier Jahren ist für sie eine schwere Tortur. Sie wird von ihrem Vater, der sie seine „kleine Königin“ nannte, und von ihren Schwestern verwöhnt und sehr geliebt werden, aber sie wird mehrere Jahre lang unter einer sehr starken Sensibilität leiden. Nachdem ihre ältere Schwester Pauline in den Karmel eingetreten war, erkrankte sie schwer und wurde auf wundersame Weise von der Heiligen Jungfrau geheilt, die ihr, wie sie sagt, mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit und Güte zulächelte. Am Heiligabend 1886 empfing sie die Gnade der Bekehrung, die sie dazu brachte, sich selbst völlig zu vergessen, um Gott und anderen zu gefallen. Diese Zartheit Thérèses, die nur die Freude Gottes sucht, ohne auf sich selbst zu schauen, wird im Mittelpunkt ihres kleinen Weges stehen. Von nun an denkt s